Chnorrlimorrli unterwegs

Song, Bänkli & mehr

Chnorrlimorrli hat einen eigenen Rap, zwei Bänkli, ein eigenes Brot und war schon auf Familienwanderung.

De Chnorrlimorrli-Song

«Chnorrlimorrli präsentiert Brazzo» – So lautet das Lied zum Freiämter Kinderbuch-Helden und dem rappenden Brazzo.

Wie es dazu gekommen ist? Der rappende Lehrer Claude Hasler ist grosser Fan von Chnorrlimorrli. Besonders der reimende Brazzo hat es ihm angetan. Hasler hat den Autor dieses Buches angefragt: «Wir wärs mit einem Chnorrlimorrli-Rap?» Die Antwort: «Klar.» Und so begann Hasler mit der Planung im Sommer 2023. Etwas mehr als ein Jahr später – im Herbst 2024 – waren der Song und das Video fertig.

Und ganz viele Lehrer und Kinder des Bünzmatt-Schulhauses in Wohlen haben mitgemacht. Viele Stunden Arbeit stecken in dem Song und dem Video: Claude Hasler (Idee, Text, Organisation und Brazzo im Video), Musiklehrer Alex Huber (Mix und Master), Carmen Weber (Choreografie und Chnorrlimorrli im Video) und Lukas Küchler (Videoaufnahmen). Die Schulklasse von Lukas Arnold tanzt und singt im Refrain. Lehrer Arnold übte viel mit seiner Primarschulklasse P4a, damit alle rappen konnten.

Brazzo durfte den Song und das Video dazu als Erster anschauen und meint voller Freude: «Mega-tastisch sind die Chend und Lehrer vom Bünzmatt, de Chnorrlimorrli-Rap setzt die ganz Musig-Welt Schachmatt.»

Wir wünschen viel Freude mit diesem herzigen und originellen Werk.

Bänkli

Chnorrlimorrli-Bänkli am Bullenberg in Villmergen

Bänkli in Villmergen

Am Bullenberg in Villmergen, dort wo Chnorrlimorrli geboren ist, steht seit 2022 ein Bänkli. Der Verein Chnorrlimorrli spendete diese Bank allen Menschen, die darauf sitzen möchten: «Zum Gnüüse, zum t’Seel chli bambele lah ond eifach zum Fröid wiitergeh. Denn: Pause mache sind t’Löcher im Chääs vom Läbe», steht auf dem Schild neben der Bank. Dank des Bauers Reto Heiniger, der Koch-Berner-Stiftung und der Richnerstutz AG konnte dieses kleine und feine Bank-Projekt (dort, wo sich die Kessimoosstrasse und Schützenhausstrasse kreuzen) verwirklicht werden. Es gab dabei auch über 50 Einträge in das dort platzierte Gästebuch. Grüsse aus der Ukraine, aus Kanada, aus Finnland – und sogar aus dem Züri Oberland – wurden ins Gästebuch verfasst. Und ganz viel Danksagungen – die wir gerne zurückwerfen und ebenfalls Merci sagen. Denn ein scheinbar unbedeutender Ort erhielt so einen besonderen Stellenwert für viele Menschen. Und das freut uns riesig.

Luftaufnahme des Freiamts

Bänkli in Muri (Mittelpunkt des Freiamts)

Wo ist der Mittelpunkt des Freiamts? Diese Frage stellte sich der Autor während des Schreibens der Geschichte. Denn dort soll Chnorrlimorrli ein Abenteuer erleben. Also wurde nachgefragt. Das Kantonale Vermessungsamt und Kreisgeometer Renato Moos (aus Villmergen) haben ermittelt: Der Schwerpunkt (Mittelpunkt Freiamt) der Bezirke Bremgarten und Muri liegt direkt beim Tierpark im Murimoos, Muri. Was für ein Zufall. An jenem besonderen Ort, der sehr beliebt ist bei Familien mit Kindern, ist der Mittelpunkt unserer Region. Gemeinsam mit dem Murimoos hat der Verein Chnorrlimorrli nun an jenem Mittelpunkt ein Chnorrlimorrli-Bänkli aufgestellt (das vom Kiwanis Club Lindenberg gesponsert wurde). Ein dickes Merci!

Chnorrlimorrli-Brot der Bäckerei Kreyenbühl

Das Chnorrlimorrli-Brot

Chnorrlimorrli erhält sein eigenes Brot.

2024 lancierte die Bäckerei Kreyenbühl in Muri das Brot für den Freiämter Helden. Auf die Idee gekommen sind Regula und Burkard Kreyenbühl-Hirschi. Und die Chnorrlimorrli-Macher waren natürlich knusprig begeistert von dieser Idee.

Es gibt das Brot in 3 Varianten: Chnorrlimorrli Ruch (Zutaten: Weizenmehl, Wasser, Salz, Hefe), Chnorrlimorrli Chörnli (Weizenmehl, Wasser, Sonnenblumenkerne, Leinsamen, Sesam, Roggenschrot) und ChnorrliMorrli Dinkel (UrDinkel-Mehl, Wasser, Salz, Hefe). «Wie Chnorrlimorrli ist auch das Brot mit einem eigenen Charakter unterwegs, manchmal etwas knorrig-verdreht, aber immer mit einem weichen-sanften Kern», erklären die Brot-Experten vom Kreyenbühl in Muri.

Ein echtes Freiämter Produkt. Ein echtes Genuss-Handwerk.

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Wanderung mit Chnorrlimorrli

«Chnorrlimorrli» zum Leben erweckt

Eine Familienwanderung mit dem Freiämter Ureinwohner «Chnorrlimorrli»

Eindrücke von der Familienwanderung in Bremgarten

Der Verein «Top-Challenge» aus Waltenschwil hat eine tolle Idee: eine Familienwanderung zum Freiämter Kinderbuch «Chnorrlimorrli» zu organisieren. In Zusammenarbeit mit den Machern von «Chnorrlimorrli» und dieser Zeitung fand der Anlass nun in Bremgarten statt und verzauberte 100 Teilnehmer.

Von den vielen Anmeldungen ein wenig überrumpelt

Die Idee zu dieser besonderen Familienwanderung stammt von Markus Büchi. «Top-Challenge» führt regelmässig Charity-Sportanlässe durch, wie jüngst die «Challenge 878». Die Erlöse gehen immer an Kinderhilfswerke. Büchi erzählt, dass er «fasziniert und inspiriert» war von diesem Buch und dieser Figur namens «Chnorrlimorrli». «Meine Partnerin hat mir daraus vorgelesen und ich konnte es jeden Abend kaum erwarten, bis die Geschichte weiterging. Obwohl ich schon fast 60 Jahre im Freiamt lebe, kamen in diesem Buch Ausdrücke und Orte aus der Region vor, von denen ich noch nie gehört habe.»

Büchi hatte dann eine Idee, die er sogleich seiner Partnerin Brigitte Stäger erzählte: «Ich wollte ‹Chnorrlimorrli› zum Leben erwecken.» Und wer Büchi kennt, der weiss, dass er Nägel mit Köpfen macht und dann einen Anlass organisiert, der einiges zu bieten hat.

Büchi kontaktiert also Autor Stefan Sprenger. Kriegt aber wochenlang keine Antwort. Der Grund: Er schrieb einen anderen Autor namens Stefan Sprenger an (aus Liechtenstein). Als Büchi schliesslich an der richtigen E-Mail-Adresse war, bei Sprenger im Freiamt und Redaktor dieser Zeitung, fand die Idee bei ihm grossen Anklang. Und so begann die Organisation. Der Verein «Top-Challenge» aus Waltenschwil, der Verein Chnorrlimorrli aus Villmergen und diese Zeitung waren in die Planung involviert. Und schnell wurde klar: Die Idee findet auch bei den Menschen Anklang. Rund 100 Anmeldungen trafen ein, was die Organisatoren doch ein wenig überrumpelte und zu Mehraufwand führte, den man aber gerne in Kauf nahm.

Der Autor erzählt und ein Zauberer fasziniert

Am vergangenen Sonntag ging der Anlass in Bremgarten bei bestem Wetter über die Bühne. Getarnt als Familienwanderung wurde er zu einem Spektakel mit fünf verschiedenen Stopps. Allesamt hatten mit «Chnorrlimorrli» und dem Freiamt zu tun.

Stopp Nummer 1: Autor Stefan Sprenger erzählte, wie es überhaupt zu diesem Kinderbuch gekommen ist. Dazu gab es ein «Chnorrlimorrli»-Quiz, wo die Kinder schon morgens einen Mohrenkopf (offeriert von Mohrenkopf Dubler in Waltenschwil) gewinnen und essen konnten. Natürlich haben alle einen gekriegt. Auch die Karikaturistin Esther «Etschgi» Sorg aus Sarmenstorf erzählte, wie sie beim Zeichnen von «Chnorrlimorrli» vorgegangen ist.

Stopp Nummer 2: Die Bäckerei Schwager in Bremgarten offerierte allen Teilnehmern ein Gratisgipfeli, dazu gab es eine 15-minütige Show des Freiämter Zauberkünstlers Dominik Gugerli – direkt in der Bremgarter Altstadt. «Magic Guga» aus Villmergen wurde dabei von Ronny Minkwitz vorgestellt. «Magic Guga» durchschnitt bei seiner tollen Show Dutzende Male ein Seil – das wie von Zauberhand plötzlich wieder ganz war. Die Kinder – wie auch die Erwachsenen – wurden magisch verzaubert.

Die sympathische Ringerstaffel Freiamt

Stopp Nummer 3: Michi Bucher von der Ringerstaffel Freiamt und sechs Nachwuchsringer zeigten auf der grossen Ringermatte, was es braucht, um ein starker Freiämter Ringer zu werden. «Chnorrlimorrli» besucht in seiner Geschichte die Freiämter Ringer, um fit zu werden. Und so war es auch bei dieser Familienwanderung. Denn Bucher und seine talentierten Junioren animierten in der Nähe der Stadtkirche in Bremgarten die Teilnehmer zu Aufwärmübungen und Liegestützen. Mit seiner sympathischen Art konnte Bucher die Begeisterung für diesen typischen Freiämter Sport weitergeben.

Surfwelle und Mittelalter-Schauspiel

Stopp Nummer 4: Jenni Geissmann und Dominik Kunz vom Verein Flusswelle Bremgarten brachten den Teilnehmern die Surfwelle näher. Wie surft man? Was für Gefahren gibt es? Und wie schafft man es, möglichst lange auf dem Surfbrett zu stehen? All diese Fragen wurden dabei geklärt. Natürlich war auch «Chnorrlimorrli» ein Thema, denn er muss in seiner Geschichte auf der Surfwelle reiten, um seine Mission zu erfüllen. Geissmann und Kunz hatten auch ein Surfbrett dabei, das von den Kindern interessiert begutachtet wurde – genauso wie die Surfer, die auf der Welle gleich zeigten, wie man elegant über das Wasser gleitet.

Stopp Nummer 5: Der Verein Baskerhunde aus Wiliberg sorgte mit einem Mittelalter-Schauspiel für den krönenden Abschluss. «Chnorrlimorrli» wurde dabei kurzerhand entführt – und wieder zurückgewonnen. Nikolas Epp, Inhaber der Beratungspraxis «Lebe dein Leben» aus Hermetschwil, hatte die Idee und die Geschichte zu diesem Überfall aufwändig ausgearbeitet.

«Schnetz und Drunder»

Gemeinsam ging es danach ins Restaurant JoJo in Bremgarten, wo ein Teil der Teilnehmenden noch gemeinsam ein Mittagessen genoss. Natürlich gab es ein original Freiämter «Schnetz und Drunder». Allen Helfern, allen Unterstützern, allen Teilnehmern und allen Organisatoren dieses tollen Anlasses gebührt grosser Dank. Das Feedback der Teilnehmer war durchweg positiv. «Sobald der zweite Teil des ‹Chnorrlimorrli›-Buches erscheint, machen wir wieder so einen Anlass. Der grosse Aufwand hat sich gelohnt, nur schon für die vielen glücklichen Kinder. Ich glaube, den Erwachsenen hat es auch gefallen», sagt Markus Büchi.

Selfies mit «Brazzo», Hand in Hand mit «Chnorrlimorrli»

Ein spannender Fakt ist noch zu erwähnen. Bei dieser Familienwanderung waren zwei Figuren, die im «Chnorrlimorrli»-Buch eine Rolle spielen, auch live vor Ort. Zum einen Hund «Brazzo», der für viele Selfies «Platz» machen musste. Und zum anderen «Chnorrlimorrli» selbst. Denn Brigitte Stäger vom «Verein Top-Challenge» hat sich aufwendig verkleidet als «Chnorrlimorrli» – und sogar den grimmigen Blick einstudiert. Ein Beweis, dass die Organisatoren alles unternommen haben, um die Kinder glücklich zu machen. Es ist ihnen gelungen, denn ein paar Kids wollten nur noch mit «Chnorrlimorrli» Hand in Hand laufen.